Freitag, 28. Januar 2011

Vogelplage in Mexiko-Stadt


Die Zahl der Vögel in Mexiko-Stadt droht unkontrollierbare Ausmaße anzunehmen. Wie die Zeitung Reforma berichtet, gibt es mittlerweile rund 1 335 000 Tauben im Stadtbereich. Bevorzugte Ruheorte der Vögel sind Denkmäler und Statuen. 


Wie Fachleute herausgefunden haben, „teilen sich die Vögel, die sich an das Stadtleben angepaßt haben, den Tag in drei Etappen ein“, heißt es in der Zeitung. „Sie wählen einen Platz zum Übernachten, einen anderen zur Nahrungssuche und einen dritten zum Ausruhen, aber überall hinterlassen sie ihren Kot.“ 


 Die Internationale Gesellschaft für den ökologischen Schutz von Vögeln und die friedliche Umsiedlung von Stadttauben hat „ein Gesetz vorgeschlagen, das das Füttern von Vögeln in öffentlichen Bereichen verbietet“. Gleichzeitig aber soll „jeder bestraft werden, der Vögel tötet, um den Bestand zu regulieren“.



Quelle: wir beobachten die Welt, 22.03.2000

Tauben in der Bibel

Kennt ihr die Geschichte der Sintflut das Noah Vögel aussandte,  um zu schauen, ob das Wasser wieder gesunken war?

Es war ein Rabe. Jedoch war nicht der Rabe das entscheidende Tier, sondern die Taube war es, die am Ende mit einem Olivenblatt im Schnabel zurück kam und bei der dritten Aussendung gar nicht mehr zurück kam.

Die Taube heißt auf hebräisch: "jonah" und auf altgriechisch "peristera" y en espanol: "Paloma". 


Die Taube ist eine der ersten beiden Vogelarten, die in der Bibel mit Namen genannt werden; Noah sandte nach der Sintflut dreimal eine Taube aus, um festzustellen, ob das Wasser abgeflossen war.


Der hebräische Name jōnáh ist vermutlich von dem Wort ʼanáh abgeleitet, das „trauern“ bedeutet und offensichtlich eine Nachahmung des klagenden Gurrens der Taube ist.










In Palästina findet man am häufigsten die Felsentaube (Columba livia), die Ringeltaube (Columba palumbus) und die Hohltaube (Columba oenas). 
Ringeltauben sind besonders in den Wäldern Gileads und des Karmels zu finden. Die Hohltaube läßt sich hauptsächlich in der Gegend von Jericho und an der Ostseite des Jordan nieder, während die Felsentaube an der Küste, in den Schluchten des Jordantals und im westlichen Hochland nistet. 


Charakteristische Kennzeichen der Taube sind ihr gedrungener, vollbrüstiger Körper, ihr zierlicher Hals, ihr kleiner, gerundeter Kopf mit schlankem Schnabel und ihre kurzen Beine. Das Gefieder ist sehr dicht und gibt dem Vogel ein recht geschmeidiges Aussehen. 


Die Tauben sind häufig blaugrau, manche haben einen schimmernden Glanz in ihrem Gefieder, der im goldenen Licht der Sonne ein metallisches Aussehen annimmt. 


Darauf wird möglicherweise in Psalm 68:13 angespielt, obwohl einige der Ansicht sind, die Worte: „die Flügel einer Taube . . ., bedeckt mit Silber, und ihre Schwingen mit gelblichgrünem Gold“ bezögen sich auf ein kunstvoll gearbeitetes Beutestück.




Die Taube hat ein weiches, sanftes Aussehen und Wesen und wird daher manchmal als das „Lamm der Vogelwelt“ bezeichnet. Der Name Jona (Jōnáh) war und ist ein beliebter Name für jüdische Knaben (Jon 1:1). Taubenpaare sind für ihre Hingabe und Zuneigung bekannt; beim Werben stecken sie ihre Köpfe zusammen und schnäbeln, wie wenn sich Liebende küssen.


 „Meine Taube“ war daher ein passendes Kosewort, das der Hirte auf seine geliebte Sulamith anwandte (Hoh 5:2; 6:9). Die Augen des Mädchens verglich er mit den weichen, sanften Augen einer Taube (Hoh 1:15; 4:1), während sie seine Augen mit blaugrauen Tauben verglich, die sich in Teichen von Milch badeten, womit sie wahrscheinlich die dunklere Regenbogenhaut meinte, die vom leuchtenden Weiß seines Auges umgeben war (Hoh 5:12). 


Tauben baden sehr gern und nisten auch vorzugsweise in der Nähe von Wasser.




Da die Taube ein scheuer Vogel ist, der bei Furcht zittert (Hos 11:11), nisten die wildlebenden Arten oft in Tälern (Hes 7:16) oder, wie die Felsentaube, auf Felsvorsprüngen und in Höhlen von Klippen und Felsenschluchten (Hoh 2:14; Jer 48:28). Haustauben fliegen zu den für sie eingerichteten Taubenschlägen zurück; die weiße Unterseite der Flügel eines großen Flugs Tauben wirkt dabei wie eine dahinziehende Wolke (Jes 60:8). 


In Palästina sind Taubenschläge ausgegraben worden, die teilweise eine beachtliche Größe hatten.







Die Taube besitzt starke Flügel und kann auf ihrer Nahrungssuche große Strecken zurücklegen. Sie erreicht Geschwindigkeiten von über 80 km/h und ist schnell genug, den meisten ihrer Feinde zu entkommen.

Da die Taube instinktiv zu ihrem Schlag zurückkehrt, ist sie schon sehr früh als Brieftaube benutzt worden. 

Im Unterschied zu Navigatoren, die auf Chronometer und Sextanten angewiesen sind, um ihren Standort zu bestimmen, wissen Brieftauben fast sofort — durch Wahrnehmung des Erdmagnetfeldes und den Sonnenstand —, welche Richtung sie einschlagen sollen, selbst wenn sie in unbekanntem Gebiet freigelassen werden, das Hunderte von Kilometern von ihrem Heimatort entfernt ist. 

Sie berücksichtigen automatisch die Sonnenbewegung am Himmel, so daß ihre Flugrichtung richtig bleibt.




In vielen Teilen der Welt sind Tauben so verbreitet wie Hühner, doch Tauben unterscheiden sich von Haushühnern nicht nur in bezug auf ihre Flugfähigkeit, sondern auch in ihrem Körperbau und dadurch, daß sie monogam sind. Der Täuberich ist im Gegensatz zum Hahn treu und hilft der Täubin beim Nestbau und beim Brüten.
 Tauben unterscheiden sich von allen anderen Vögeln in bezug auf ihre deutlich andere Art des Fütterns der Jungen mit „Kropfmilch“, einem käsigen Sekret der Kropfepithelien der Elternvögel. In vielen Ländern werden Täubchen auch zu Nahrungszwecken verwendet.
Menschen gegenüber sind Tauben recht vertrauensselig und lassen sich daher leicht in Fallen und mit Netzen einfangen. 
Das abtrünnige Ephraim, das törichterweise erst auf Ägypten und dann auf Assyrien vertraute, wurde daher mit einer ‘einfältigen Taube’ verglichen, die im Begriff ist, mit einem Netz eingefangen zu werden (Hos 7:11, 12).
Als Jesus getauft und anschließend mit Gottes heiligem Geist gesalbt wurde, bewirkte Gott, daß der heilige Geist „in leiblicher Gestalt wie eine Taube“ erschien. Sein sichtbares Herabkommen auf Jesus wirkte vielleicht ähnlich wie das Flattern einer Taube bei der Landung auf ihrer Sitzstange (Luk 3:22; Mar 1:10). Dies war ein passendes Sinnbild, wenn man an ihre charakteristische Unschuld denkt.
Tauben wurden zu Opferzwecken verwendet, was dadurch angezeigt wird, daß sie von denen verkauft wurden, die im Tempel in Jerusalem einer gewerblichen Beschäftigung nachgingen, obwohl mit dem Ausdruck „Tauben [gr.: peristerás]“ hier die „Turteltauben“ oder „jungen Tauben“ gemeint sind, die im mosaischen Gesetz erwähnt werden.





dieser Text hier ist Super zum Nachdenken:

Warum werden Tauben so gehasst?
Ich vermute, dass Tauben deshalb Ratten der Lüfte genannt werden, weil sie sehr viel Dreck machen und die Leute sich einbilden, dass durch Tauben Krankheiten übertragen werden.
Eventuell gab es im Mittelalter Krankheitsausbrüche, die die Menschen auf die Tauben zurückgeführt haben – irgendeiner muss ja Schuld sein. Der Hass auf Tauben hat sich aber bis heute noch sehr hartnäckig in den Köpfen der Menschen gehalten.
Früher waren Tauben höher angesehen – als Symbol für den heiligen Geist wurde eine Taube gewählt. Früher waren Tauben auch die Vögel der Könige, später dann wurden sie zur Fleischgewinnung gezüchtet. Die Tauben haben sich jedoch so stark vermehrt, dass sie zu einer Plage wurden.
Man sollte sich immer vor Augen halten, dass die Tauben, die in den Städten zu finden sind, eigentlich verwilderte Haustiere sind und deshalb auch auf die Nähe des Menschen angewiesen sind. Und gerade deshalb müssen viele Tauben qualvoll sterben – verhungert, vergiftet, extra gequält…
Leider hat das Ansehen der Taube sehr gelitten – teilweise durch falsche Schlüsse, die der Mensch gezogen hat. Es ist bisher zum Beispiel überhaupt nicht nachgewiesen, dass Tauben Infektionskrankheiten verbreiten. Trotzdem hält sich dieses Gerücht hartnäckig.
Der Taubenkot ist auch nicht dafür verantwortlich, dass Schäden an vielen Gebäuden entstehen – dafür ist der saure Regen verantwortlich.
Das Tauben die ‘Ratten der Lüfte’ sind, ist ein sehr hartnäckiges Gerücht, dass diesen armen Vögeln leider das Leben sehr schwer macht.